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Dom Pielgrzyma im. Św. Józefa
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plenitde

Der Priester Doktor Jacek Plota,
der Pfarrer und Verwalter vom Sanktuarium

Der Kult vom Heiligen Josef

Seit dem Anfang des X VII. Jahrhunderts wurde in Polen die Stadt Kalisch eine Kultstätte vom Heiligen Josef, wo man immer diese Ehre mit dem Bild der Heiligen Familie verband.

Laut der Tradition die Anfänge des Sanktuariums in Kalisch gehen auf das Jahr 1670 zurück. Damals wurde mit der Hilfe (mit dem Beitrag) vom Heiligen Josef der Einwohner mit dem Namen Stobienia aus dem Dorf Szulec geheiligt und er hat das Bild der Heiligen Familie als ein Weihgeschenk fundiert. Das Bild wurde dann in der Kalischer Stiftskirche untergebracht.

Eine intensive Entwicklung des Kultus datiert sich (fällt) aber auf die zweite Hälfte des XVII. Jahrhunderts und auf das ganze XVIII. Jahrhundert, das in der polnischen Josefologie „golden“ genannt wurde.

In der Zeit der Teilung und in der Kriegsperiode wurde der Kult ein bisschen schwach, obwohl ihn die öffentliche Feiern der Jahrhundertfeier der Bildkrönung im Jahr 1896 und dann das 50. Jubiläumsfest des Schutzpatronates vom Heiligen Josef über Włocławska Diözese im Jahr 1930 belebt haben.

Zu einer besonderen Entwicklung und Bedeutung des Kultes vom Heiligen Josef trugen nach dem II. Weltkrieg drei Ereignisse bei:

  • Die wunderbare Befreiung der Priester aus dem Konzentrationslager in Dachau (Deutschland) am 29. April 1945
  • Die Schaffung des Josefologischen Studiums in Kalisch am 24. September 1969
  • Der Besuch des Papstes Johannes Paul des II. im Sanktuarium in Kalisch am 4. Juni 1997

Man kann dabei ruhig sagen, dass das letzte Ereignis am meisten den Heiligen Josef aus Kalisch berühmt machte.

In Kalisch hat der damalige Papst, als der Bischof von Rom, dem Heiligen Josef alle polnischen Familien und den Schutz der noch nicht geborenen Kinder, sowohl aus Polen, als auch aus der ganzen Welt, vertraut.

 

Als Schutzpatron der Diözese sollte zuerst die Heilige Familie sein. Aber ein Jahr später kam aus dem Heiligen Stuhl ein Breve (kurzes päpstliches Schreiben), das verkündigt hat, dass der Schutzpatron in Diözese Kalisch „der Heilige Josef, der Ehemann von Maria Jungfrau, der Schützer des Erlösers“ bleibt. Solche Bezeichnung des Heiligen Josefs knüpft zweifellos zum Bild des Heiligen Josefs an, das die Heilige Familie – Jesus –  den Erlöser, Maria und ihren Ehemann den Heiligen Josef darstellt.

Die Auswahl des Heiligen Josefs für einen Schutzpatron der Diözese Kalisch ist gerechtfertigt und ausdrucksvoll. Obwohl man gewöhnlich als Patrone die Heiligen gewählt hat, die mit der Region verbunden waren. In Kalisch, wie schon früher erwähnt wurde, war der Kult der Heiligen Josefs sehr lebendig. Der Heilige Josef zieht die Leute an, die vor ihm beten, um die Fürbitte bitten und ihm volle Hingabe anvertrauen. Sie bekommen zahlreiche Gnaden. Die Leute wurden beschenkt, sie erfreuen sich der Gunst und erfahren richtige Wunder. Es scheint, dass dieser Fakt über das Patronat entschieden hat.

Der erste Bischof aus Diözese Kalisch Stanisław Napierała war dessen bewusst, was für eine Wert für eine junge Kirche der Heilige Josef hat. Er hat die Entscheidung getroffen, dass der Heilige Josef die Diözese vereinigen und zusammenfassen wird. Deshalb hat die Peregrination (eine Reise der Kopie des Bildes) durch alle Pfarrgemeinden der Diözese stattgefunden. Auch aus diesem Grund hat eine Delegation aus Kalisch zwei Kopien des Bildes nach Rom mitgenommen. Sie hat dort gebeten, dass der Heilige Vater Johannes Paul II. eine Kopie als Geschenk der Dankbarkeit annimmt und die zweite Kopie segnet. Sie sollte dann alle Pfarrgemeinden in Diözese Kalisch besuchen und begnaden. Alles wurde mit dem seelsorgerischen Programm zum Thema Familienleben verbunden.

Der Heilige Vater sagte damals diese unvergesslichen Worte: „ (…) Ihr bringt mit sich, die Kopie des Bildes des Heiligen Josefs, der in Kalisch im Sanktuarium bekannt ist und im ganzen Polen geehrt wird. Ihr wollt, dass ich das Bild segne, das nach dem Rückkehr nach Polen die Pfarrgemeinden besuchen wird. Der heilige Josef ist Euch besonders wert und nah…. Es ist gut, dass Eure Diözese das seelsorgerische Programm mit der Familie beginnt. (…) Die Familie bildet eins von der teuersten Vermögen der Menschheit (…)“.

Nach dem Rückkehr aus Rom haben das Bild zuerst die Nonnen (die Ordensschwester) empfangen. Sie haben um Gottes Segen für alle Pfarrgemeinden, die der Heilige Josef besucht, gebetet.

 

 

Die große Inauguration des Besuches hat am 17. April 1994 stattgefunden. Die Heilige Messe hat auf dem Platz vom Heiligen Josef der Erzbischof Józef Kowalczyk der Apostolische Nuntius in Polen mit dem Anteil von den Vertreter aller Pfarrgemeinden in Diözese Kalisch und mit der Teilnahme von Klerus und Geistlichkeit geleitet (geführt).

Die ganze Woche vor der Inauguration haben verschiedene Wahlfahrten zum Heiligen Josef stattgefunden. Es sind Pfarrer und Priester, Ordensschwestern, Kranken und die älteren Leute, die Arbeitslosen und die Jugendlichen gekommen. Jeder Stand hatte seinen Tag. Die Heimsuchung dauerte über zwei Jahre vom 17. April 1994 bis zum 3. Juni 1996.

Die Peregrination hat wirklich die Hoffnung erfüllt und wurde zur Wirklichkeit. Sie wachte das Bewusstsein  und das Gefühl der Gemeinschaft in der Diözese auf. Diese Zeit wurde eine Zeit der Erfrischung des Kultes vom Heiligen Josef, der jede Pfarrgemeinde besuchte. Er blieb dort auch im seelischen Ausmaß. Man sollte auch bemerken, dass seit dieser Zeit das Bildnis des Heiligen Josefs in vielen Häusern, Kirchen und Kapellen untergebracht wurde.

Der Ausmaß des Kultes  betont der Fakt, dass der Bischof aus Kalisch die wichtigen Hauptfeierlichkeiten im Sanktuarium führt. Er inauguriert jedes Jahr die Gemeinpolnische Josefologische Tagung, leitet oft den Gottesdienst, hält Predigten und verkündet das Evangelium während zahlreichen Wallfahrten nach Kalisch. Es gehören zu ihnen:

-         Die Priesterwallfahrt  – die ehemaligen KZ Häftlinge aus Dachau – am 29. April,

-         Die Arbeiterwallfahrt –  seit dem 1. Mai 1993,

-         Das Bündnis der Katholischen Frauen – seit dem 8. April 1995,

-         Der Verein Civitas Christiana – seit dem 30. November 1996,

-         Der Kreis der Hauskirche – seit dem 28/29. März 1998

Jedes Jahr führt der Bischof aus Diözese Kalisch nicht nur die Hauptmesse am 19. März, aber auch am Fest der Fürsorge des Heiligen Josefs. Früher fand das Fest am vierten Ostersonntag statt, heutzutage findet es am ersten Sonntag im Juni statt. Die Änderung des Datums ist mit der Erinnerung an das Papstbesuch in Kalisch verbunden. Ein Tag vorher macht sich auf den Weg die Gemeinkalische Prozession mit einer Kopie des Bildes von der Kirche des Heiligen Adalberts (Wojciech) in der Stadtteil Zawodzie zum Sanktuarium des Heiligen Josefs.

Mit dem Kult vom Heiligen Josef ist auch eine der ältesten Pilgerfahrten in Polen verbunden. Sie macht sich aus Kalisch nach Tschenstochau - Hellberg (Częstochowa – Jasna Góra) auf und zurück. Zum ersten Mal fand sie 1637 statt. Diese Pilgerfahrt ist durch eine Besonderheit geprägt. Man nennt sie „von Josef zu Mariä und von Mariä zu Josef“. Die besondere Verbundenheit mit dem Sanktuarium ist vom religiösen Bewusstsein der Gläubigen, von charakteristischen Lieder, Gebete und von verschiedenen Bilder und Symbole bezeugt.

Jedes Jahr nehmen an der Wallfahrt zum Sanktuarium ca. 400 Priester zusammen mit dem Bischof und über 100 Kleriker teil. Die Neopresbyter leiten in der Kapelle des wunderbaren Bildes ihre erste Primizmesse, wo sie dem Schutz des Heiligen Josefs vom Bischof anvertraut sind. Die Diakone (die niederen katholischen Geistlichen) halten das Ferienpraktikum im Sanktuarium im Dienst der Pilger. Es ist auch erwähnenswert, dass es seit dem 8. Februar 1997  ständige Beichtmöglichkeit gibt.

Das nächste wichtige Ereignis, das mit dem Heiligen Josef verbunden ist, ist der Gemeinpolnische Dankgottesdienst für 50 Jahre des Friedens nach dem zweiten Weltkrieg mit der Teilnahme von 57. polnischen Bischöfen im Jahre 1995. An dieser Feierlichkeit nahmen nicht nur Bischöfe teil, aber auch alle Priester und Kleriker aus Diözese Kalisch und die Priester - die ehemaligen KZ Häftlinge aus Dachau. Aus dem Anlass des 200. Jahrestages der Bildkrönung hat der Bischof  Stanisław Napierała ein Jubiläumsjahr vom 15. Mai 1996 bis zum 14. Mai nächstes Jahres 1997 bekanntgemacht (verkündigt).

Im Bewusstsein der Bewohner von Kalisch bestand die Überzeugung, dass der „schweigende Heilige“ sich um ihre Stadt kümmert. Darüber kann die Aufschrift auf einer Dankplakette aus dem Jahr 1756 bezeugen: „Des Erlösers vermeintlicher (angeblicher) Vater, allen Abenteuer Beschützer, Herr Gott Seinen Sohn und die Welt deinem Schutz anvertraut hat, die Stadt Kalisch begibt sich auch deinem Schutz, man soll Dich als den ersten Schutzheiligen anerkennen“.

Wenn man dynamische und lebendige Entwicklung des Kultes des Heiligen Josefs und das Bewusstsein der Bewohner seiner großen Bedeutung sieht, wundert es nicht, dass der Bischof Stanisław Napierała sich mit der Unterstützung der Stadtverwaltung und des Stadtrates an den Heiligen Stuhl mit einem Schreiben aus dem 10. März 1997 gewendet hat. Der Bischof hat als Antwort eine Urkunde bekommen, die offiziell bestätigt, dass der Heilige Josef der Schutzpatron von Kalisch ist. Die Urkunde kam am 30. August 1997 aus dem Zentralen Kirchlichen Verwaltungsorgan (Kongregation für den Gottesdienst und Sakramentdisziplin) und wurde feierlich am 4. Juni 1998 bekanntgemacht. Dieses Datum erinnert am Besuch des Papstes in Kalisch.

Man muss auch zugeben, dass der Heilige Josef auch ein Schutzheilige vom Priesterseminar der Diözese Kalisch ist. In der Seminarkapelle befindet sich eine Kopie des Bildes, die die Peregrination durch alle Pfarrgemeinden der Diözese zurückgelegt hat.

Über die Verbreitung des Kultes bezeugen auch Tatsachen. Viele materielle Werke entstehen in Pfarrgemeinden, z. B. katechetische Räume für Jugendliche, oder andere Pfarrhäuser, die mit dem Namen des Heiligen Josefs genannt werden. Man muss auch bemerken, dass in vielen Pfarrgemeinden Gottesdienste oder Gebete stattfinden, die dem Heiligen Josef gewidmet sind. Viele Verehrer singen auch leidenschaftlich und gewissenhaft Lieder zur Ehre des Beschützers. Der Rundfunk „Das Radio Familie“ überträgt (übersendet) jeden Mittwoch aus der Seminarkapelle eine Novene (neuntägige katholische Andacht) zum Heiligen Josef. In der Nähe der Basilika verteilt man Bilder, Flugblätter, Bücher oder andere Andenken, die den Betreuer vom Jesus Christus betreffen.

Es ist bemerkenswert, dass der Kult vom Heiligen Josef sich in den letzten Jahren verbreitet. Es kommen zum Sanktuarium zahlreiche Wallfahrten nicht nur aus der Diözese Kalisch, aber auch aus ganzem Polen. Der Heilige Josef hat auch viele verborgene Anbeter. Viele nehmen ihn gern als den Schutzpatron oder Fürsprecher vor dem Gott. Was eine Neuheit ist, und den Heiligen Josef betrifft, ist die Tatsache, dass der Ehemann  von Maria, Vater von Jesus, auch der Patron von denen ist, die die heutige Welt ablehnt. Es gehören zu ihnen Armen, Obdachlosen, Arbeitslosen, Kranken oder die Leute, die sich nicht geliebt fühlen. Ein Beispiel dafür sollte der erste Mai sein, der letztens von der Konferenz der Gesamtheit der Bischöfe (wo man den Heiligen Josef als Arbeiter erwähnt) bestimmt wurde. Das ist der Tag der Solidarität mit den Arbeitslosen.

Der Heilige Josef hilft in den vergänglichen Sachen, aber auch vor allem führt zu dem Gott. Der Heilige Josef wurde heutzutage aktuell und es besteht die Hoffnung, dass sich die Welt ihm in den Schutz anvertraut und erwidert. Der Papst Johannes Paul II. hat der heutigen Welt den Heiligen Josef als ein zuverlässiges Vorbild und eine große Hilfe gezeigt. Zu den Pilgern hat er im Jahr 1997 gesagt:  „Man braucht solches Zeugnis der voller Hingabe. Der Mensch, der sich oft unter falschen Versprechungen des einfachen Glückes verloren fühlt, braucht solches Beispiel. Man braucht es im Familienleben, im sozialen, kulturellen aber auch im politischen Ausmaß. Alle Leute sollen im Gottes Sohn die Quelle der wahren Hoffnung finden. Der Heilige Josef, der in Kalisch geehrt wird, soll für uns allen der Lehrer und der geistige Führer sein.“