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Jerzy Aleksander Split
Übersetzung: Teresa Zarembska

Kalisz - Bild des heiligen Josefs

Das Kalischer Gemälde des Heiligen Josef ist auf Leinwand gemalt, es ist großformatig (1,5 x 2,5m) und hat aufgrund seines Inhalts seit seiner Entstehung sicherlich tiefe Reflexion und religiöse Erfahrung hervorgerufen. Es zeigt die Heilige Familie, deren harmonisch gestaltete Figuren vor dem Hintergrund eines typisch polnischen Stadtpanoramas stehen – mit zahlreichen Kirchtürmen, einer Wehrmauer, einem Fluss und einer reichen Vegetation. Eine Taube, die den Heiligen Geist und Gott den Vater mit weit ausgebreiteten Armen symbolisiert, und eine Inschrift schwebt über den Figuren: „Geh zu Joseph“. Wie Sie vermuten können, zeigt dieses Bild die Szene der Rückkehr des zwölfjährigen Jesus mit der Muttergottes und dem heiligen Josef von Jerusalem nach Nazareth kurz nach seiner Entdeckung im Tempel.

Für den Beginn und die weitere Geschichte des Heiligtums St. Josef sind die Umstände, unter denen das Bild entstanden ist, sehr wichtig und gleichzeitig sehr interessant. Wir präsentieren sie in einem ziemlich umfangreichen Fragment der Berichte des Paters Josef Swietalski, eines Mitglieds des Kalisz (Kalisch) - Kapitels, der viele Jahre lang im örtlichen Kollegium (in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts) arbeitete, von dem Pater Stanislaw Josef Klossowski (dem Kustode des Heiligtums von 1771-1798) in seinem 1788 in Kalisch erschienenen Buch veröffentlicht, mit dem Titel: „Wunder und Gnaden, die durch die Fürsprache und den Zurufen zu dem Heiligen Josef… vor dem Bild dieses Heiligen Patriarchen in der Kalischer Stiftskirche… geschehen wurden“. Aus diesem üppigen, fast 550-seitigen Druck erfahren wir, dass: „…Im Dorf Solec, das zur Pfarrei Opatow gehörte, lebte ein Mann namens Stobienia, der sehr krank war, er war gelähmt und sich nicht alleine bewegen konnte; und als die Krankheit für ihn und seine Familie lästiger wurde, bat er Gott um den Tod. Und dann, in einem Traum, in der nächsten Nacht, kam eine alte Person zu ihm (von der er dachte, sie sei Hl. Josef), sah ihn an und sagte fröhlich: Lasse das Bild des heiligen Josef malen, in dem auf der rechten Seite die Allerheiligste Maria, auf der linken Seite ihr reinster Bräutigam, der Heilige Josef, zwischen ihnen Kindlein Jesu, das von beiden an den Händen geführt wird, sein soll; der Allerheiligste Geist über ihnen, in den Strahlen; und über sie alle, Gott der Vater, mit seinen erweiterten Händen, und aus seinem Mund kommt die Inschrift heraus: Geh zu Josef. Gib dieses Bild der Kalischer Stiftskirche, und du wirst vollständig geheilt werden…“. Als das bemalte und geweihte Gemälde (Herr) Stobienia „…sah und küsste, war er sofort völlig geheilt und sah aus, als wäre er nie krank gewesen, was alle dazu brachte, ihn zu bewundern. Dann gab er hier, dieser Stiftskirche das Bild, vor dem er ein so großes Wunder der Heilung von Gott erlitten hatte…“.

Die Nachricht von diesem Ereignis verbreitete sich schnell in der Gegend, und im Laufe der Zeit begann sie, viel weiter zu reichen. Von Tag zu Tag kamen mehr und mehr Menschen in die Stiftskirche Kalisch den heiligen Josef zu bitten, um die Fürsprache bei Gott in verschiedenen Angelegenheiten für sie zu halten. Meistens ging es natürlich um die Besserung von Krankheiten, aber es gab auch andere Bitten. Alle, die sich um Hilfe an den Heiligen wandten, erhielten die erwarteten Gnaden und spendeten als Zeichen der Dankbarkeit verschiedene Votivgaben, die neben dem Bild suspendiert wurden. Die erste außerordentliche Gnade, die in den Quellen verzeichnet ist, erhielt 1673 Stanislaw Bartochowski, der Gutsherr von Blaszek (Blaschek), der sein Haus in Kalisch als Zeichen seiner Dankbarkeit anbot, um den Josefskult zu verbreiten und das Gemälde zu dekorieren. Im Laufe der Jahre ist die Zahl der vollständig dokumentierten Gnaden und Wunder, die auf die Fürsprache des hl. Josef im Kalisch-Bild der Heiligen Familien empfangen wurden, gestiegen. Besonders 1751, von Papst Benedikt XIV zum Jahr des universellen Jubiläums dieses Heiligen ausgerufen, war die Zahl der erhaltenen außerordentlichen Gnaden besonders hoch (u.a. wurden mehrere hundert Einwohner von Kozminek von einer schweren Infektionskrankheit geheilt), wodurch der Erzbischof Vladislav Lubienski von Gniezno (Gnesen) befahl 1764 dem Kalisch-Kapitel, vor dem Gemälde feierliche Gottesdienste abzuhalten.

Zwei Jahre später bat der damalige Kustode des Heiligtums, der erwähnte schon Pater S.J.  Klossowki, den Erzbischof, eine Sonderkommission nach Kalisch zu entsenden, um 70 Berichte über die Wunder und Gnaden zu prüfen, die durch die heiligen Josefs Fürsprache geschehen sind. Auf der Grundlage der Arbeit dieser Kommission und der anschließenden Entscheidung des Primatengerichts erließ der Erzbischof am 8. Juni 1767 ein Dekret, mit dem das Gemälde des hl. Kalisch-Josefs als „imago Gracios“ – „berühmt aus Gnade“ – anerkannt wurde. Ein Jahr später bat Pater S.J. Klossowski den nächsten Erzbischof von Gnesen, Gabriel Jan Podoski, erneut, 27 weitere Berichte zu prüfen, von denen der Primatenhof im August 1769, 18 als außerordentliche Gnaden und 9 als Wunder anerkannte. Dank dieser Festsetzungen betrachtete der Erzbischof das Kalisch-Gemälde 1770 als „imago miraculosa“, d.h. „wundersam“. Einige Jahre später sprachen auch vatikanische Theologen zu diesem Thema aus, und nachdem sie die nach Rom gesandten Materialien gehört hatten, bestätigten sie die wunderbare Natur des Gemäldes. Ihr Beschluss wurde vom damaligen Papst Pius VI gebilligt und am 31. Mai 1783, auf Wunsch von Primas Anton Kasimir Ostrowski, krönte er eine Kopie des Kalisch-Gemäldes der Heiligen Familie in der „Ewigen Stadt“, wie auch ließ er ihre Durchführung am Ortsheiligtum stattfinden. Die Krönung des Gemäldes fand erst am 15. Mai 1796 in Kalisch statt, mit einer Verzögerung von dreizehn Jahren (gegenüber dem römischen), die durch den Wiederaufbau des zerstörten Tempels und die Ereignisse im Zusammenhang mit der zweiten und dritten Teilung Polens verursacht wurde. Sie hatte einen sehr feierlichen Verlauf und wurde von dem mehrfach erwähnten Pater S.J. Klossowski, seinem heißen Fürsprecher, Stifter von Silberkleidern und gleichzeitig einer Person, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Kalisch-Heiligtums und der Entwicklung des Hl. Josefskultes auf unsern Gebiets spielte, sehr sorgfältig vorbereitet. Das gesamte Kollegialkapitel von Kalisch schloss sich ebenfalls der Organisation der Vorbereitung an, die sogar eine spezielle Aufruf herausgab, die über die Vorbereitung der Zeremonie informierte. Wir lesen darin unter anderem: „…alle Gläubigen an Christus, werden darüber informiert, dass an Pfingsten 1796 die feierlichste Krönung des wundersames Bildes der Heiligsten Personen: Jesus, Maria und Josef, gefeiert wird. Damit alle daran teilnehmen können, wird mitgeteilt, dass dieser eigentümlichste Gottesdienst acht Tage lang mit der Aussetzung des Allerheiligsten Sakraments, mit zwei Prozessionen, mit zwei Predigten und mit einem vollkommenem Ablass während dieser acht Tagen mit Erlaubnis des Heiligen Vaters stattfinden wird…“. Den gleichen Krönungsakt mit goldenen Kronen – bestückt mit Edelsteinen, gestiftet von Prinz Andreas Oginski, Woiwode von Trokien – vollzog das Apostolische Sublegate, der damalige Suffragan von Gnesen, Bischof Michael Kosciesza-Kosmowski. Es war der erste, und bisher in der Welt, einzige Akt der Krönung des Bildes mit dem Abbild von hl. Josef.

In späteren Jahren stieg die Zahl der Menschen, die einzeln oder in immer beliebter werdenden und zahlreichen Wallfahrten nach St. Joseph von Kalisch kamen, stetig an, und die erbetetene Gnaden wurden durch ausgesprochene Votivgagen (bis zum Ende des 18-ten Jahrhunderts erreichten sie tausend Stück) gezeugt, die nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch von ganzen Familien, Pfarreien und sogar Städten gespendet wurden. Der  Hl. Josefskult taumelte mit immer größer werdenden Kreisen. Bereits 1821 ernannte der Bischof, von der 1818 gegründeten Kujawa-Kalischer Diözese, Josef Kozmian, den Heiligen Josef zum Schutzpatron der ihm unterstellten Diözese, die 1879 vom Papst genehmigt wurde. Der hundertjährige Jahrestag der Krönung des wunderbaren Bildes der Heiligen Familie wurde in Kalisch an der Wende von Mai und Juni 1896 gefeiert; aber bereits am 16. Januar dieses Jahres, im achtzehnten Jahr seines Pontifikats, gab Papst Leo II bei dieser Gelegenheit ein besonderes Breve heraus, in dem wir unter anderem folgendes lesen können: „…Um das religiöse Empfinden der Gläubigen und die Erlösung der Seelen zu erhöhen, und bewegt durch herzliche Liebe, gewähren wir aus dem Schatz der kirchlichen Gnaden (…) allen treuen Christen beiderlei Geschlechts, aufrichtig reuig, die nach der Beichte und dem Empfang der Heiligen Kommunion am Samstag vor dem Fest der Heiligen Dreifaltigkeit die Kirche der Stiftskirche Kalisch und das Bild des heiligen Josef in ihr (…) feierlich besuchen würden; direkt oder an einem der acht Tage danach im laufenden Jahr, und Gott ebendort um Versöhnung unter den christlichen Herrschern, um die Bekehrung von Sündern, um die Erhörung der heiligen Mutter der Kirche warmherzig bitten, gewähren wir einen völligen Ablass und Vergebung aller Sünden;  das ist der Ablass, der den Seelen der treuen Christen, vereint durch die Liebe zu Gott, die diese Welt verlassen haben, als Hilfe angeboten werden kann…“.

Im Laufe dieser neun „Jubiläumstagen“ waren fast alle Kalisch-Häuser, -Balkone und –Fenster mit zahlreichen Blumen, Teppichen, kleinen Wandteppichen und verschiedenen Bildern mit religiösen Inhalten, sowie mit Lichtinszenierungen verziert. Seit dem Frühjahr dieses Jahres wurden die Einwohner der Stadt über die Vorbereitungen zum hundertjährigen Jubiläum informiert. Unter den direkt für den Verlauf dieser Feiern Verantwortlichen sind die Domherren zu nennen, Patres: Ploszaja, Trojanowski und Baraszkiewicz; und Prälatenvätern: Kobylinski, Orzechowski, Jankowski, Jablkowski, Szafnicki und Szulc, sowie zwei Kollegial-Vikar, Patres: Ciesielski und Skowronek. Wie bereits erwähnt, begann die Jubiläumsfeier am 30. Mai um 14.00 Uhr mit einem dreißigminütigen Läuten aller kalischer Glocken. Wenig später begannen die zeremoniellen Prozessionen  von den lokalen Tempeln zur St. Nikolauskirche, die – bereits verbunden – um 16.00 Uhr in die Stiftskirche Kalisch ging. Der Zeuge dieser Ereignissen beschrieb die Prozession in der Zeitung „Kalischer Blatt“ wie folgt: „…an der Vorderseite gingen Fahnen und Feretrons, umgeben von Bruderschaften mit glühendem Licht, gefolgt von zahlreichen Geistlichen, Kapitell-Domherren, Kapitell-Kathedralen und schließlich dem mächtigsten Hirten (der Herr Bischof Kazimierz Beresniewicz), und neben ihm ging der Domherr, Pater Jankowski, der auf einem Seidenkissen dem Papstbrevier trug. Unzählige Menschenmengen folgten die Prozession und umzingelten sie (…). Die Prozession ging durch die Straßen: Kanonicka, Market, Marjanska und St. Josefsplatz; und wie groß die Prozession war, kann man sich vorstellen, wenn man bedenkt, dass der Anfang gleichzeitig in das Domkapitel eingetreten ist, (d.h. in die Kirche der Himmelfahrt der Seligen Jungfrau Maria), als die Breve aus der St. Nikolaus-Kirche herausgetragen wurde…“. Nach seiner Lesung und kurzen Präsentation der Geschichte des Gemäldes des hl. Josef von Kalisch fand die erste „Heilige Jubiläumsmesse“ statt. An diesem Tag kam der Weihbischof – Henryk Dollega-Kossowski, der bis zum Ende der Zeremonie in der Stadt blieb, an; der Ordinarius der Diözese ist am vierten Tag des Kalisch - „Jubiläums“ gegangen.

Zu Beginn der Feierlichkeiten zum hundertsten Jahrestag der Krönung des Josefsbildes wurde Kalisch von zahlreichen Wallfahrten von etwa 30.000 Menschen besucht. Später nahm ihre Zahl und Anzahl verständlicherweise ab, aber am Fronleichnamsfest und am Ende des Jubiläums nahm sie wieder zu und erreichte an diesen Tagen etwa 15.000 Menschen. Insgesamt kamen 58 Pilgerfahrten aus verschiedenen, teilweise sehr fernen Orten, wie Sieradz, Konin, Pyzdr, Boleslawiec, Pabianice oder Chodecza bei Wloclawek. Nach ungefähren Berechnungen wurde Kalisch in diesen Tagen von fast 80.000 Menschen besucht. Die ganze Feierlichkeit des Jubiläums endete mit einer Abendprozession (entlang der Straßen: Warszawska, Marktplatz, Marianska), während dessen Seine Exzellenz, Hr. Bischof Kossowski allen Versammelten seinen pastoralen Segen gab.

Seit diesen Ereignissen sind nächste hundert Jahre vergangen, in denen der Josefskult sehr populär wurde und das Heiligtum von Kalisz nicht nur in unserem Land, sondern auch im Ausland bekannt wurde. Die jährlichen Pilgerfahrten (seit 1947) von Priestern, der ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau, die auf diese Weise dem heiligen Josef für seine wundersame Rettung danken, hatten einen großen Einfluss darauf; - nachdem ein Befehl gegeben wurde, alle Gefangenen zu ermorden, empfahlen die zahlreichen Priester, die dort waren, dem heiligen Josef das gesamte Lager, und dank ihm kam die Rettung und Befreiung unerwartet. Als Zeichen der Dankbarkeit spendeten sie auch eine goldene Patene (ein liturgisches Gefäß), das oben auf dem Bild platziert wurde. Darüber hinaus errichteten die Dachauer Patres, wie sie genannt wurden, ein prächtiges Votivdenkmal in Form einer Kapelle der Dankbarkeit und des Märtyrertums, die sich im Keller der Basilika befindet. 1969 wurde das Heiligtum von Kalisch zum polnischen Gottesdienstzentrum von den heiligen Josef. Hier wurde die Josefologische Studie eingerichtet und alle Unterlagen zum Josefskult in Polen gesammelt. Jedes Jahr finden in Kalisch nationale Josefologische Symposien unter Beteiligung von Vertretern vieler Länder der Welt statt. Im September 1985 fand hier der IV Internationale Josefologische Kongress statt. Die vorherigen fanden in Rom, Toledo und Montreal statt. Am Ende des IV Internationalen Kongresses, am 29. September 1985, fand eine feierliche Re-Krönung des wunderbaren Bildes statt. Es wurde im Namen des Heiligen Vaters Johannes Paul II vom polnischen Primas, Kardinal Josef Glemp, unter zahlreicher Beteiligung von Bischöfen und Delegationen aus 13 Ländern der Welt, die am selben Kongress teilnahmen, durchgeführt. Es ist erwähnenswert, dass die Re-Krönung im Zusammenhang mit dem  Diebstahl der historischen Kronen sowie der silbernen Kleider der Heiligen Familie und etwa 150 Votivtafeln in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1983 folgte.